MACEAS Prüfverfahren & Technologien

Elektrolyt-Dichtheitsprüfung

Dichtheitsprüfung von Batteriezellen mit direkter Elektrolytdetektion

Mikroleckagen an befüllten und verschlossenen Batteriezellen direkt erkennen: präzise, zerstörungsfrei und automatisierbar.

MACEAS entwickelt kundenspezifische Prüfanlagen für die direkte Elektrolyt-Dichtheitsprüfung von Batteriezellen. Das Prüfverfahren, die Vakuumkammer, die Zellaufnahme, das Teilehandling und die Auswertung werden auf Zellformat, Elektrolyt, Grenzleckrate und Taktzeit abgestimmt.

Anders als indirekte Prüfverfahren weist die Elektrolyt-Dichtheitsprüfung flüchtige Bestandteile des tatsächlich eingefüllten Elektrolyten nach. Damit eignet sie sich insbesondere zur Qualitätsprüfung bereits befüllter und verschlossener Lithium-Ionen- und anderer Metall-Ionen-Zellen.

Direkter Elektrolytnachweis

Austretende Lösungsmittelbestandteile werden unmittelbar detektiert.

Zerstörungsfreie Prüfung

Dichte Zellen können nach der Prüfung im Produktionsprozess verbleiben.

Automatisierte Serienprozesse

Kammertechnik, Handling, Auswertung und NIO-Sortierung lassen sich zu einem vollständigen Prüfprozess verbinden.

Das Ergebnis: eine kundenspezifische Prüfanlage, die Zellqualität, Prozesssicherheit und Serientauglichkeit miteinander verbindet.

… und Prüfaufgabe bewerten lassen

Vorteile in der Serienproduktion

1

Befüllte Zellen
zuverlässig prüfen

Das Verfahren setzt dort an, wo viele klassische Prüfmethoden an Grenzen stoßen: nach Elektrolytbefüllung und Zellverschluss. Dabei wird nicht nur ein möglicher Leckpfad indirekt bewertet, sondern austretender Elektrolytdampf nachgewiesen.
2

Kleinste Leckagen erkennen

Unter Vakuum können flüchtige Elektrolyt­bestandteile durch Mikroleckagen aus der Zelle austreten. Ein geeignetes Analysesystem erkennt diese Bestandteile auch in sehr niedrigen Konzentrationen.
3

Alle gängigen Zellformate prüfen

Das Prüfprinzip eignet sich für: prismatische Zellen, zylindrische Zellen und Knopfzellen, Pouch-Zellen, Lithium-Ionen- und weitere Metall-Ionen-Zellen mit flüssigem organischem Elektrolyt.
4

Objektive Gut-/Schlecht-Entscheidungen erhalten

Die Messung liefert ein reproduzierbares Signal, das gegen einen qualifizierten Grenzwert bewertet wird. Prüfprogramme, Rezeptverwaltung und Prozessdatenerfassung ermöglichen eine eindeutige Zuordnung zum jeweiligen Zelltyp.
5

Ohne zusätzliches Prüfgas prüfen

Die bereits in der Zelle vorhandenen Elektrolyt­bestandteile dienen als Nachweismedium. Es muss kein Helium in die fertig verschlossene Zelle eingebracht werden. Dadurch greift die Prüfung nicht in den Elektrolytfüllprozess ein.
6

Prüfprozesse automatisieren

Von der Zellzuführung über die Kammerbeladung und Messung bis zur Kennzeichnung und NIO-Ausschleusung kann der gesamte Prüfprozess automatisiert werden. Mehrkammer- oder Batchkonzepte können den Durchsatz erhöhen.

Typische Batteriezellen und Anwendungen

Pouch-Zellen

Nachweis von Leckagen an Siegelnähten, Ableiterdurchführungen und thermisch oder mechanisch beanspruchten Bereichen. Eine flexible oder konturangepasste Kammer stützt die Zelle während der Vakuumprüfung.

Prismatische Zellen

Prüfung von Gehäusefügestellen, Deckelschweißnähten, Füllöffnungen, Entgasungs- und Sicherheitselementen nach Befüllung und Verschluss.

Zylindrische Zellen und Knopfzellen

Integrale Prüfung fertig verschlossener Zellen auf Leckagen an Bördelungen, Deckeln, Dichtungen und Füllbereichen.

Mögliche Einsatzzeitpunkte

direkt nach Elektrolytbefüllung und Verschluss, nach Formation, nach Entgasung und finalem Verschließen, vor Modulmontage, als End-of-Line-Prüfung, bei Stichproben, Fehleranalysen und Requalifikationen

MACEAS Prüfverfahren im Vergleich

KriteriumHelium-DichtheitsprüfungUltraschall-Dichtheitsprüfung im WasserbadElektrolyt-DichtheitsprüfungDruckabfallprüfung
Besonders geeignet fürSehr kleine Grenzleckraten und quantitative SerienprüfungErkennung und direkte Lokalisierung von LeckstellenBefüllte und verschlossene BatteriezellenMittlere bis größere Grenzleckraten und Serienprüfungen
PrüfzeitpunktKomponenten- und BaugruppenfertigungBei druckbeaufschlagbaren, für das Wasserbad geeigneten BauteilenNach der Befüllung und dem Versiegeln der ZelleKomponenten- und Baugruppenfertigung
Leckstelle lokalisierbarJa, mittels Helium-SchnüffelprüfungJaIn der Regel nicht unmittelbarNein
Wasserbad oder Trocknung erforderlichNeinJaNeinNein
Besondere StärkeHöchste Empfindlichkeit und objektiver LeckratenwertAnschauliche LeckageortungPrüfung mit dem tatsächlich austretenden ElektrolytWirtschaftlich und gut automatisierbar

Wenn Druckprüfung und Helium-Bombing an ihre Grenzen stoßen

Druckabfall- und Differenzdruckverfahren sind wirtschaftlich und für zahlreiche Produktionsschritte geeignet. Bei sehr kleinen Leckagen können die Messergebnisse jedoch durch Temperatur, Zellvolumen, Verformung und Stabilisationszeiten beeinflusst werden. Außerdem liefern sie keinen direkten Nachweis austretenden Elektrolyts.
Auch das sogenannte Helium-Bombing ist bei flüssigkeitsgefüllten Zellen nur eingeschränkt aussagekräftig. Helium kann sich im Gasraum der Zelle sammeln, während mit Elektrolyt benetzte Leckstellen nicht zuverlässig beaufschlagt werden. Die direkte Elektrolytdetektion nutzt dagegen das austretende Lösungsmittel selbst als Nachweismedium.

Je später im Fertigungsprozess geprüft wird, desto wichtiger ist ein Verfahren, das die tatsächlich befüllte und verschlossene Zelle bewertet.

Anwendungsbeispiele aus unserer Praxis

Elektrolyt-Dichtheitsprüfung prismatischer Batteriezellen

Nach Befüllung und finalem Verschließen werden die prismatischen Zellen automatisch identifiziert und in eine bauteilspezifische Vakuumkammer eingelegt. Während der Prüfung weist das Analysesystem mögliche austretende Elektrolytbestandteile nach.

Die Prüfanlage verbindet:

  • automatische Zellzuführung,
  • reproduzierbare Positionierung,
  • Vakuumprüfung,
  • Gut-/Schlecht-Bewertung,
  • Rückverfolgbarkeit der Messergebnisse,
  • automatische NIO-Ausschleusung.

Durch parallel arbeitende Prüfkammern lassen sich Evakuierung, Messung und Entladung zeitlich überlagern. Das Anlagenkonzept kann zunächst für eine Zellvariante ausgelegt und später um weitere Formate oder zusätzliche Prüfmodule erweitert werden. 

Beispielhaftes Anlagenkonzept

Prismatische Batteriezellen

So funktioniert die direkte Elektrolyt-Dichtheitsprüfung

1
Zelle zuführen und identifizieren
Die Zelle wird manuell oder automatisiert zugeführt. Zelltyp, Charge und Prüfprogramm können über Datamatrix-Code, Barcode oder übergeordnete Produktionsdaten bestimmt werden.
2
Zelle in der Prüfkammer positionieren
Eine bauteilspezifische Aufnahme sorgt für reproduzierbare Positionierung. Pouch-Zellen werden so abgestützt, dass eine unzulässige Ausdehnung oder mechanische Belastung unter Vakuum vermieden wird.
3
Prüfkammer evakuieren
Die Kammer wird auf den für die Messung erforderlichen Druck evakuiert. Liegt eine Undichtigkeit vor, können flüchtige Elektrolytbestandteile aus der Zelle in die Kammer gelangen.
4
Elektrolyt­bestandteile detektieren
Ein auf die relevanten Lösungsmittel abgestimmtes Analysesystem erfasst die austretenden Dämpfe. Bei massenspektrometrischen Systemen können beispielsweise typische Carbonate wie DMC, DEC oder EMC berücksichtigt werden.
5
Messwert bewerten
Das Messergebnis wird mit dem qualifizierten Grenzwert verglichen. Die Anlage erzeugt eine eindeutige Gut-/Schlecht-Entscheidung und dokumentiert Messwert, Zell-ID, Zeitstempel und Prozessparameter.
6
Kammer regenerieren und Zelle ausschleusen
Nach der Messung wird die Kammer belüftet und für den nächsten Zyklus vorbereitet. IO-Zellen werden weitertransportiert; NIO-Zellen können automatisch separiert oder einer Nachprüfung zugeführt werden.

Kundenspezifisches Anlagenkonzept

Die Prüfanlage besteht, abhängig von Zellformat und Produktionsziel, aus:

bauteilspezifischer Zellaufnahme

starrer Vakuumkammer oder flexibler Pouch-Zell-Kammer

Vakuumerzeugung

Elektrolyt-Detektionssystem

Grobleck- und Kontaminationsschutz

automatischer Kammerreinigung beziehungsweise Spülung

SPS-Steuerung und Prüfsoftware

Rezept- und Variantenverwaltung

Messdatenarchivierung und Rückverfolgbarkeit

Zellzuführung und Entnahme

NIO-Sortierung

optionaler Kennzeichnung

Schnittstellen zu MES, Leitrechner oder Produktionslinie

MACEAS liefert nicht nur ein Messgerät, sondern den vollständigen, bauteilspezifischen Prüfprozess:
von der Zellaufnahme bis zur automatisierten Ergebnisverarbeitung.

Von der Prüfaufgabe
zur fertigen Prüfanlage

MACEAS betrachtet nicht nur den Detektor, sondern den vollständigen Produktionsprozess – von der Analyse der Batteriezelle bis zur Integration der fertigen Prüfanlage.

1
Zelle und Elektrolyt analysieren
Zellformat, Abmessungen, Gehäusebauart sowie Zusammensetzung und Dampfdruck des Elektrolyten bilden die Grundlage für das Prüfkonzept.
2
Prüfanforderungen definieren
Prüfzeitpunkt, kritische Fügestellen, erwartete Leckarten, Grenzwert und mögliche Elektrolytbelastungen in der Produktionsumgebung werden bewertet.
3
Anlagenkonzept entwickeln
Aus Taktzeit, Variantenanzahl und gewünschtem Automatisierungsgrad entstehen die passende Kammer-, Vakuum-, Detektions- und Handlinglösung.
In den Serienprozess integrieren
Traceability, Produktionsschnittstellen sowie Sicherheits- und Explosionsschutzanforderungen werden in der fertigen Prüfanlage umgesetzt.

Welche Dichtheitsprüfung passt zu Ihrer Zellfertigung?

Nicht jede Prüfaufgabe benötigt eine direkte Elektrolytdetektion. Vor der Befüllung kann beispielsweise eine Heliumprüfung technisch und wirtschaftlich geeigneter sein. Nach der Befüllung bietet die direkte Elektrolytdetektion dagegen die Möglichkeit, die fertige Zelle unter realitätsnahen Bedingungen zu bewerten.

MACEAS analysiert den Prüfzeitpunkt, die geforderte Empfindlichkeit und den Produktionsprozess und entwickelt daraus das geeignete Prüf- und Automatisierungskonzept.

… und Ihre Anforderungen mit uns besprechen

Häufige Fragen

Einsatz und Eignung

Gemessen werden flüchtige Bestandteile des in der Batteriezelle enthaltenen Elektrolyten, die unter Vakuum durch eine Undichtigkeit in die Prüfkammer gelangen. Je nach Elektrolytzusammensetzung kann das Analysesystem auf bestimmte Lösungsmittel beziehungsweise deren charakteristische Massensignale abgestimmt werden.

Grundsätzlich können prismatische, zylindrische und Knopfzellen sowie Pouch-Zellen geprüft werden. Kammer und Aufnahme müssen an Geometrie und mechanische Eigenschaften der Zelle angepasst werden.

Typische Prüfzeitpunkte sind unmittelbar nach Befüllung und Verschluss, nach Formation, nach Entgasung und finalem Verschließen oder am End-of-Line.

Ja, sofern Kammer, Vakuumprofil und Zellaufnahme korrekt auf das Zellformat abgestimmt sind. Besonders bei Pouch-Zellen ist eine geeignete Abstützung notwendig.

Nicht exakt. Die Flüssigkeitsleckrate hängt von Elektrolytzusammensetzung, Dampfdruck, Benetzung, Zellinnendruck und Leckgeometrie ab. Angezeigte heliumäquivalente Werte beruhen deshalb auf definierten Referenzbedingungen.

Ein industrielles Konzept benötigt eine Grobleckerkennung sowie definierte Reinigungs-, Spül- und Regenerationsabläufe. Stark undichte Zellen müssen frühzeitig erkannt werden, damit Kammer, Leitungen und Analysesystem nicht unnötig kontaminiert werden.
Ja. Batch- oder Mehrkammerkonzepte können den Durchsatz erhöhen. Bei einer gemeinsamen Batchprüfung muss allerdings festgelegt werden, wie bei einem NIO-Ergebnis die defekte Einzelzelle identifiziert wird.
Ja. Zuführung, Identifikation, Prüfung, Messwertspeicherung, Kennzeichnung und NIO-Sortierung können in einen automatisierten Serienprozess integriert werden.
Nicht grundsätzlich. Helium eignet sich insbesondere vor der Befüllung sowie für Zellgehäuse und andere gasbeaufschlagbare Komponenten. Die Elektrolytdetektion prüft dagegen die bereits befüllte und verschlossene Zelle. Beide Verfahren können aufeinanderfolgende Prozessschritte absichern.
Ansprechpartner Daniel Schönbohm (GF)
Daniel Schönbohm
Geschäftsführer

Ihre Prüfaufgabe bewerten lassen

Ob Machbarkeitsuntersuchung, manuelle Prüfstation oder vollautomatisierte Serienanlage: MACEAS entwickelt das passende Anlagenkonzept für Ihre Batteriezellen.

Gemeinsam klären wir Zellformat, Elektrolyt, Prüfzeitpunkt, Grenzwert, Taktzeit und Automatisierungsgrad und leiten daraus den geeigneten Prüfprozess ab.

Dichtheitsprüfung von Batteriezellen mit direkter Elektrolytdetektion

Die Elektrolyt-Dichtheitsprüfung ist ein spezialisiertes Verfahren zur Qualitäts- und Sicherheitsprüfung von Batteriezellen. Sie dient dazu, feinste Undichtigkeiten an bereits befüllten Lithium-Ionen-Zellen zu erkennen, bevor Elektrolyt austritt, Feuchtigkeit eindringt oder sicherheitsrelevante Folgeschäden entstehen.

Besonders relevant ist das Verfahren in der Fertigung von Pouch-Zellen, prismatischen Zellen und zylindrischen Zellen für Elektromobilität, stationäre Energiespeicher, Consumer Electronics und industrielle Batteriesysteme.

Dichtheitsprüfung von Batteriezellen mit direkter Elektrolytdetektion

Bei der direkten Elektrolyt-Dichtheitsprüfung wird die befüllte und verschlossene Batteriezelle in eine Prüfkammer eingebracht. Unter Vakuum können bei vorhandenen Mikrolecks flüchtige Bestandteile des Elektrolyten aus der Zelle austreten. Diese Dämpfe werden anschließend messtechnisch nachgewiesen, zum Beispiel mit einem Quadrupol-Massenspektrometer oder vergleichbarer Sensortechnologie.

Der Vorteil: Es wird nicht nur ein abstrakter Leckpfad geprüft, sondern der tatsächliche Austritt relevanter Elektrolytbestandteile. Dadurch eignet sich das Verfahren besonders für fertig befüllte Zellen, bei denen klassische Prüfgase nicht mehr oder nur eingeschränkt eingesetzt werden können.

Gute Gründe für MACEAS

Einordnung im Prüfprozess

Die Elektrolyt-Dichtheitsprüfung ist vor allem für den späteren Zellfertigungsprozess relevant — also nach Elektrolytbefüllung und Zellverschluss. Davor kommen häufig andere Verfahren zum Einsatz, etwa Helium-Vakuumprüfung oder Helium-Schnüffelprüfung von Zellgehäusen, Deckeln, Kühlsystemen oder Batteriekomponenten. Auch Fachquellen beschreiben Heliumprüfung und direkte Elektrolytdetektion als unterschiedliche, aber komplementäre Prüfansätze im Batterieumfeld.

Was MACEAS auszeichnet

Langjährige Erfahrung in der Qualitätssicherung, insbesondere in der Dichtheitsprüfung
Modernste Prüftechnik
und Technologien
Zuverlässigkeit und Präzision
stehen an erster Stelle
Kundenspezifische Lösungen für Ihre individuellen Anforderungen
Vertrauen Sie auf unsere Expertise und unser Engagement für höchste Qualität
Sie möchten Batteriezellen, Batteriekomponenten oder komplette Batteriesysteme zuverlässig auf Dichtheit prüfen? Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Prüfverfahrens — von der Helium-Vakuumprüfung über Schnüffelverfahren bis hin zur direkten Elektrolyt-Dichtheitsprüfung für befüllte Zellen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Ihre Prüfaufgabe, Taktzeit, Leckagerate oder den geeigneten Prüfprozess gemeinsam mit uns bewerten möchten.
Daniel Schönbohm
Geschäftsführer

Direkt anrufen: +49 4497 9269-0
E-Mail schreiben: info@maceas.com

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